Spanisch-Sprachschulen in Spanien in Sevilla, Cadiz und Malaga

Oder die Geschichte von Elías, einem jungen Schweden, der eigentlich nicht vorhatte Spanisch zu lernen…

Ich hatte nicht vor, Spanisch zu lernen

Ich erinnere mich als Teenager gedacht zu haben, dass Spanisch zu lernen, oder überhaupt eine andere Sprache außer Englisch, Zeitverschwendung sei. In Schweden, meinem Heimatland, müssen wir mehrere Jahre lang Spanisch, Französisch oder Deutsch lernen, aber nur wenige scheinen nach dem Schulabschluss mehr als die einfachsten Sätze produzieren zu können. Ich schaffte es gerade so, meinen Spanischkurs zu bestehen (dank eines unvernünftig großzügigen Lehrers), aber danach brach ich den Kurs ab, sobald ich es konnte. Das ganze klingt ironisch, wenn man bedenkt, wie sich mein Leben später entwickeln sollte.

Als das Schicksal mir den Weg ins Spanisch lernen zeigte

Einige Jahre später führte mich die Liebe in das tropische Paradies Costa Rica. Meine damalige Freundin und ich beschlossen, der Kälte zu entfliehen und in ihr Heimatland zu ziehen. Ich wusste, dass mir Englisch dort nicht besonders viel nützen würde und ich Spanisch lernen müsse. Ich fand jedoch, dass das Spanisch lernen in Costa Rica wesentlich einfacher sei als in Schweden. Im Nachhinein denke ich, dass ich es auf drei sehr wichtige Faktoren zurückführen kann: Motivation, Notwendigkeit und ständige Übung. Diese Aspekte sind schwierig zu finden, wenn man eine Fremdsprache in seinem Heimatland lernt. Und ich spreche nicht nur von der Notwendigkeit mit dem Taxifahrer oder einem Kassierer kommunizieren zu können. Als Menschen (insbesondere Plappermäuler wie ich) haben wir das ständige Bedürfnis uns auszudrücken. Ich erinnere mich an die frustrierende Situation, als ich versuchte eine Geschichte zu erzählen und alle höflich zuhörten, ohne dass ich mich überhaupt verständlich machen konnte, geschweige denn eine humorvolle Pointe hervorbringen konnte. Diese Mischung aus Peinlichkeit und Frustration motivierte mich, mein Alltagsspanisch weiterzuentwickeln.

Obwohl ich immer noch grundlegende Probleme hatte

wurde ich schnell recht flüssig, wenn auch nur auf eine seltsame Art und Weise. Dinge, die ich nie sagen musste, habe ich dementsprechend auch nie gelernt. Ich erinnere mich zum Beispiel an ein Gespräch, an dessen Ende ich meinem Freund vorschlagen wollte, dass wir uns am Donnerstag treffen könnten, nur um dann festzustellen, dass ich keine Ahnung hatte, wie die Hälfte der Wochentage heißt. Ich kann mit Sicherheit sagen, dass ich von einem richtigen Unterricht profitiert hätte, um mein autodidaktisches Spanisch zu verbessern.

Rückkehr nach Schweden: vom Raketen- zum Dreiradtempo

Nach etwas einem Jahr kehrte ich nach Schweden zurück und entschied mich, nach einigen Überlegungen, für das Fremdsprachen- und Linguistikprogramm an meiner Universität. Dort füllte ich zwar die Grammatiklücken auf und erweiterte meinen akademischen und literarischen Wortschatz, jedoch enttäuschte mich die Geschwindigkeit der Verbesserung. Ich fühlte mich, als wäre ich von der Geschwindigkeit einer Rakete auf die eines Dreirads gesunken. Glücklicherweise bekamen wir die Möglichkeit, für einen Monat das verschneite Schweden zu verlassen und bei CLIC Sevilla. Spanisch zu lernen und die spanische Kultur kennenzulernen.

Fazit: man muss kombinieren um seine Ziele zu erreichen

Hier bekam ich das Beste aus beiden Welten. Die ständige Praxis im wirklichen Leben, kombiniert mit professionellen Lehrern, die mich korrigierten, wo immer es nötig war, ergab die großartige Kombination effektiv Spanisch zu lernen. Nachdem ich eine lateinische Sprachen gelernt hatte, wollte ich bald mehr! Ich verbrachte einen Sommer in Frankreich und ein ganzes Semester in Brasilien, um meine Sprachkenntnisse zu erweitern. Während meines letzen Studienjahres in Schweden arbeitete ich in Teilzeit als Übersetzer und Dolmetscher für die Sprachen Spanisch und Portugiesisch. Danach machte ich ein Praktikum und arbeitete sogar selbst bei CLIC Sevilla. Als Teenager hätte ich mir nie vorstellen können, dass das Erlernen der spanischen Sprache mir am Ende die unglaublichsten Möglichkeiten bieten würde, sowohl mein berufliches als auch mein persönliches Leben zu prägen.

Elías Karlbom

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